Zu Hause - Resumé

18Nov2013

Jetzt bin ich tatsächlich zu Hause. Der Flug war absolut okay, auch wenn ich halb verhungert und verdurstet bin. Als ich dann am Fulghafen meine Mutter gesehen habe, habe ich mich unglaublich gefreut. Gleichzeitig war ich auch übermässig traurig, denn ich bin jetzt wirklich wieder in Deutschland :(. Dann war ich natürlich auch noch voll müde, was dann dazu geführt hat, dass ich erstmal geweint habe. Das musste mal raus, die ganze Gefühlsverwirrung, der Abschied nimmt einen dann doch mit. Ich hoffe einfach, dass ich dieses gigantische Abenteuer nicht vergessen werde und werde extra dafür ein Fotoalbum basteln. Und ich habe mir geschworen , wieder zu kommen und einfach nur zu reisen!

Was ich hier gelernt habe?

Natürlich viel über Medizin, ich kann flüssiger Englisch und all so was. Wichtiger ist aber, dass ich mich besser an neue Verhältnisse und neue Menschen anpassen kann, offener geworden bin und das Krankenhaus mir definitiv bei der Berufswahl helfen wird. Da habe ich zwar noch keine rechte Ahnung aber das kommt schon noch. Bezüglich "die Welt besser verstehen" bin ich zwar noch nicht total vorgedrungen, habe durch diese neue Kultur aber einiges über das Leben und Lebenseinstellungen gelernt. Diese Reise hat mich persönlich einfach unglablich weiter gebracht und ich kann nur nochmal sagen, dass ich überwältigt bin, dass so geschafft zu haben. Niemals hätte ich gedacht, dass das so ein Volltreffer wird!!! Jetzt bin ich voller Elan, den Rest anzugehen!

I love South Africa :)

das klingt zwar abgelutscht aber ich kann jedem nur empfehlen: traut euch, ihr werdet es nicht bereuen. Okay, bei mir war auch wirklich alles perfekt aber an Problemen wächst man (siehe Krankenhausüberforderung!;))

Garden Route

18Nov2013

So, es ist mal wieder ewig her seit dem letzten Lebenszeichen.

In der letzten Woche im Krankenhaus war es noch mal ganz schön. Ich war in der Ambulanz und habe einiges gesehen, habe gegipst und viel dazu gelernt. War ein ganz schöner Abschluss, obwohl am Anfang leider noch nicht so viel los war. Am Donnerstag, meinem letzten Arbeitstag, bin ich dann zu Sister Theron ins Büro und habe mein Zertifikat abgeholt. Sie war sogar ganz nett; wahrscheinlich nur, weil sie mich davor eiskalt versetzt hat. Ich bin danach noch eine Stunde länger als sonst geblieben, denn das Gipsen hat voll viel Spaß gemacht :). War schon komisch, am Nachmittag ein letztes Mal nach Hause zu laufen, ich werde das Krankenhaus vermissen. Die Schwestern, Ärzte und Patienten sind einem doch ans Herz gewachsen und die Abläufe versteht man jetzt, ich habe mich hier richtig eingearbeitet und hätte ruhig noch länger bleiben können.

Freitag fange ich schon ein bisschen an zu packen, denn am Montag gehts ja auf Tour. Wir gehen abends nochmal zusammen weg, ein schöner Abschluss ohne Absturz. Samstag und Sonntag entspannen wir bei traumhaftem Wetter im Garten, für Strand ist es leider zu windig. Sonntag wird es ernst mit packen, die Sachen für die Tour stecke ich in einen Rucksack, damit ich nicht die ganze Zeit mit dem riesigen Koffer rumlaufen muss.

Am Montag klingelt der Wecker pünktlich um sieben. Ich verstaue die letzten Sachen, sage schweren Herzens allen Tschüss und dann werden ich und ein anderes Mädchen aus dem Haus abgeholt. Wir sind eine bunte Truppe, zwölf Leute, und Holländer, ein Mexikaner und eine Chinesin sind dabei. Am ersten Tag fahren wir einiges und übernachten in einem wunderschönen Hostel in Mossel Bay, direkt am Meer! Wir haben auf dem Weg dahin erst einen Lions Wlk gemacht und sind dann im Wilderness Nationalpark Kanu gefahren. Das mit den Löwen war schon beeindruckend, die Tiere sind wirklich schön! Unser Hostel ist ein Traum, wir schauen den Sonnenuntergang am Meer an. Am nächsten Tag fahren wir in Knysna vorbei, erkunden den Tsitsikama Nationalpark, machen Ziplining und einige Mutige stürzen sich beim höchsten Bungeesprung der Welt in die Tiefe. Unser Hostel ist im Surferort Jeffreys Bay, wieder am Meer und ist noch toller als das andere. Alle sind tiefenentspannt und die Zimmer sind schön. Am nächsten Tag, Mittwoch, müssen wir um halb vier aufstehen, weil wir zwei Stunden zum Addo Nationalpark fahren, um dort eine Safari zu machen. Es lohnt sich absolut: wir sehen Büffel, Warzenschweine, Zebras und natürlich Elefanten, eine Giraffe am Anfang war auch dabei. Völlig übermüdet haben wir den Nachmittag frei. Leider muss ein Mädchen wegen einem "entzündeten Mückenstich" zum Arzt; ist dann leider ein Spinnenbiss. Sagen wir mal so: wir sind alle keine Experten aber als sie dann blass rot gepunktet wurde, haben wir sie lieber zum Arzt gebracht. Sie kriegt heftige Medikamente, kann aber zum Glück weiter mitkommen. Am Donnerstag geht es auf nach Oudtshoorn durchs Gebirge auf der Route 62. Tolle Landschaft, wir reiten auf Elefanten (der Hammer!!) und schauen Krokodile und so was auf einer "Ranch" an. Hätte nie gedacht, dass Elefanten so rutschig sind. Das Hostel in Oudtshoorn ist auch super, die Betten sind ein Traum. Am nächsten Morgen haben wir leider zwei Leute, die in der Nacht gekotzt haben und auch noch Durchfall haben, der eine musste sogar ins Krankenhaus!!! Auch so haben viele über Durchfall geklagt, das war schon etwas seltsam... Wir fahren in die Cange caves, wobei ich die Führung sausen lassen muss, weil es mir schlecht geht. Die Rückfahrt ist lang aber okay.

Insgesamt war die Tour der absoulte Höhepunkt, ehrlich! Das Reisen von Hostel zu Hostel hat es mir echt angetan, unsere Gruppe war der Hammer und Südafrika ist wunderschön. In der Gruppe haben wir uns alle voll gut verstanden und hatten viel Spaß, die Kombi hat einfach gestimmt.

Das letzte Wochenende in Kapstadt lag ich leider halb im Bett, weil es mir immernoch nicht besser ging. Auch egal, denn das Wetter war eh schlecht.

Als ich dann am Sonntag in den Flieger gestiegen bin, hatte ich echt Tränen in den Augen: wie gerne wäre ich noch, wie zwei andere aus der Gruppe auch, weiter gereist und hätte mir noch mehr angesehen! Auch die Leute vermisse ich voll, obwohl wir uns ja erst vor einer Woche kennen gelernt haben. Ich bin echt down, denn zu Hause muss ich mich um Au pair und Studium kümmern, es ist kalt und die coolen Leute sind weg.

Projekt- letzten Tage

06Nov2013

Ich habe meine letzte Woche im Krankenhaus! Schnief...

Letzte Woche im OP war der Hammer, ich habe die verschiedensten Sachen gesehen und echt viel dazu gelernt. Am ersten Tag habe ich echt gedacht, ich schaffe das nicht: nach ein paar Minuten war mir voll schwindelig und ich bin raus gegangen. Nachmittags bin ich dann noch mal rein und es hat funktioniert! Seither ist mir bei nichts mehr schlecht oder schwummrig geworden. Und ich habe echt krasses gesehen: Kaiserschnitt, Tumore, eine Verbrennung, auf die neue Haut getackert wird. Ich finde schon das Oeffnen und Naehen einer Wunde super. Und viele Sachen bluten gar nicht so, wie man sich das vorstellt. Man musste sich aber auch an die Gerueche von Blut und gekokelter Haut, jawohl, gewoehnen. Damit die Wunde nicht so blutet wird zum schneiden kein Skaplell sondern so ein Loetteil verwendet, mit dem die kleinen Aederchen verschlossen werden. Ich weiss die ganzen Begriffe leider nur auf englisch.

Diese Woche bin ich in der Ambulanz, also die abgeschwaechte Notaufnahme und Patienten, die nach dem Krankenhausaufenthalt nochmal kommen muessen. Eigentlich spannend, mal sind Wunden, mal Augen dran. Montag war auch noch interessant, ich war auf der HIV Station. Gestern und vor allem heute war aber nichts mehr los :(. Gestern waren voll viele Studenten da und die haben Vortritt. Und die Leute heute wurden kurz abgetastet und das wars. Nach der Woche im OP hat man natuerlich voll Ansprueche. Hoffentlich wird es morgen besser.

Ansonsten fuehle ich mich immernoch total wohl. Wir gehen immer schoen in unser Stammpub, man kennt da schon die Haelfte der Leute. Dieses Wochendende haben wir in Kapstadt uebernachtet. Am Samstag sind wir mit dem Zug in die Stadt gebummelt, wie immer ein Erlebnis. Dann haben wir uns die Longstreet angeschaut, richtig schoen. Wir waren abends im African Dance Theatre, im Mama Africa essen und dann in zwei Clubs. Der erste war ein bisschen zu hippster aber trotzdem super. Im zweiten waren dann fast nur noch Einheimische, die Kapstaedter sind echt anders als die Leute in Somerset West. Aber es war fantastisch. Ins Hostel gings dann mit dem Taxi, weil man nachts ausserhalb der Longstreet nicht mehr laufen soll. Unser Hostel war sowieso der Hammer. Direkt in der City Bowl aber total ruhig und gemuetlich, fuer umgerechnet nicht manl zehn Euro. So ein schoenes Hostel habe ich bei uns noch nicht gesehen. Am naechsten Mittag (ausschlafen!!!) bin ich dann mit einem anderen Maedchen auf den Tafelberg gefahren. Die Aussicht war grandios, kein Woelkchen am Himmel. Am spaeten Nachmittag dann mit dem Zug zurueck, waren wir fertig! Am Bahnhof zu Hause war alles von Arbeitern ueberflutet, da sind dann im Zug schon andere Geschosse unterwegs. Spaeter als halb fuenf sollte man dann in der ersten Klasse nicht mehr fahren. Ein paar haben im Zug rumrandaliert aber die waren schneller draussen, als man schauen konnte. War bloss bisschen scary, weil man ja nicht weiss, was die so machen.

Das Wetter ist bis jetzt der Hammer gewesen, heute ist es kalt und hat sogar geregnet. Die Einheimischen sagen, dass es sonst so warm wie in den letzten Tagen ist, Regen gibts sionst nie!!! Und das ist auch echt anstrengend, von 35 Grad auf 15. Ich bin grade noch am planen, denn ich will dieses Wochendende und am letzten Samstag nach der Tour noch eine Tour machen, Township und Cape of Good Hope.

Skype mit der ersten Family

06Nov2013

Endlich habe ich mal wieder Zei, auf meinem Blog vorbei zu schauen.

Mit der Aupairgeschichte war es in den letzten Tagen etwas hektisch. Die australische Orga hat ein paar Mal aud Versehen meinen Account veraendert und Familien geloescht, weshalb mir zwei gute verloren gegangen sind. Ausserdem habe ich hier immer wieder Probleme mit dem Internet. Gestern wollte ich eine Mail an eine Familie schreiben und das Internet hat wieder nicht funktioniert; deshalb bin ich heute im Internetcafe. Die Mails von meinem Handy kommen ja auch nicht an!

Ich habe grade eben mit einer Familie geskyped. Sie kommt aus einem kleinen Dorf in Queelsland und wir schreiben schon seit einiger Zeit Mails. Das Gespraech war nicht sehr lang, weil wir durch das Mailen schon ziemlich viel voneinander wussten. Ich habe mit der Mutter gesprochen, die total nett war. Die Familie ist in der Hinsicht besonders, dass die Eltern im 7-7 Raster arbeiten: sieben Tage Arbei, sieben Tage frei. In den freien Tagen koennte ich komlpett abwesend sein. Das einzige Problem ist der Sprachkurs, den ich ja schon machen will. Man kann zwar auch was im Internet machen aber das ist ja auch irgendwie bloed. Die Mutter meinte, dass sie mehrmals in der Woche die drei Stunden fahren, das waere also kein Problem. Mit den Kindern haette ich absolut freie Zeiteinteilung!

Die andere Familie ist da ziemlich anders: die haben vier Kinder, die Mutter ist zu Hause, ich wueder ihr also da helfen. Die Familie lebt in Perth, mit Sprachkurs weiss ich noch nicht. ICh kenne die Familie noch gar nicht, gestern habe ich das Profil bekommen und die haben mir gleich geschrieben, ob ich nicht heute in einer Stunde skypen kann! Mal sehen, wie die Mutter so ist, ich haette ja den direkten Vergleich.

Ich weiss noch nicht, wie ich mich entscheiden werde. Die Familie in Perth bringt mir bezueglich Sprachkurs vielleicht auch nichts, wenn ich den ganzen Tag helfen muss. Ich finde die Idee halt so verlockend, alleine mit den Kindern zu sein. Schwierig!!!

Naechster Versuch

25Okt2013

Ich probiere jetztdoch noch einmal, etwas zu schreiben, wenigstens uebers Projekt.

Die Woche in der Notaufnahme ist gut zu Ende gegangen, ich habe noch einiges gesehen. Diese Woche bin ich erst auf einer normales Bettenstation und dann auf der Neugeborenenstation gewesen. Auf der Bettetstation waren viele Patienten mit Tuberkulose und so was. Die Aerztin dort war total nett und hat mir zu jedem Patienten erklaert, was sie grade macht. Ich habe viele erschreckende Roentgenbilder gesehen, den Patienten dort geht es wirklich nicht so gut. Am Ende ist leider auch einer gestorben, das war schon krass, denn die haben den einfach im Bett liegen gelassen! Ich wusste gar nicht, dass der tot ist und haettr ihm fast Essen gebracht!

Auf der Neugeborenenstation war es eigentlich sehr schoen, ich mag ja Kinder so und interessiere mich auch voll in die Richtung Hebamme und so. Leider waren die Schwestern dort furchtbar unfreundlich, das habe ich echt nicht verstanden. Sowohl zu den werdenden Muettern als auch zu den Babies waren sie kalt und abweisend. Dabei ist es ja grade auf solch einer Station wichtig, dafuer zu sorgen, dass sich alle wohlfuehlen. Die Muetter werden angeschrien oder ignoriert und die Babies einfach am Arm durch die Gegend getragen. Zur Geburt schaut dann einfach am Ende eine Schwester voerbei, drueckt ein bisschen auf den Bauch und das wars. Den Grossteil muessen die Muetter alleine machen. Das erschreckendsde ist aber, dass sich die Muetter nicht dagegen wehren, die kennen es ja nicht anders und denken, das ist normal. Nur die Artzte sind dort wirklich nett und ruhig, sodass man das Gefuehl hat, dass man nicht ganz alleine ist. Ich stand am Mittwoch wirklich ueber mehrere Stunden bei einer Frau, die fuer einen Kaiserschnitt vorbereitet werden sollte. Das habe ich erst ganz am Ende gecheckt, denn die Frau hatte wirklich heftige Wehen! Am Ende hats sie mir fast die Hand abgequetscht. Da haette man auch noch eine halbe Stunde warten koennen und das Kind waere da gewesen! Ich konnte die Frau ja auch nicht einfach liegen lassen, es war ja sonst keiner da!

Eigentlich sind hier, auch im Krankenhaus, alle sehr freundlich und respektvoll im Umgang miteinander, das gefaellt mir total! Naja, habe ich auch mal was anderes kennengelernt. Die haben schon eine andere Einstellung gegenueber Schmerzen, dass weiss ich, aber so was!

Sonst ist alles bestens, ich schreibe in naher Zukunft mal wieder ueber das Leben ausserhalb des Projektes!

Lebenszeichen

25Okt2013

Neeeeeiiiiiiin, das Internet ist grade weg gewesen und ich schreibe schon seit ich weiss nicht wie langer Zeit. Also alles zu Hause nochmal machen

Au pair

15Okt2013

So, jetzt wie versprochen mehr zu meiner zweiten schiene. Wahrscheinlich merkt ihr, dass mich das mehr beschäftigt, als es sollte. Ich habe bis jetzt vier familienvorschläge bekommen. Zwei davon scheiden aus, weil die kinder zu alt sind. Die dritte family hat sich super angehört, sie sind sportlich, haben einen tollen brief geschrieben und wohnen am great barrier reef. Die kinder sind 7,4 und eines, das im februar geboren wird. Das wäre zwar das alter meiner nachbarskinder, doch mit fehlt eben das kleinkind. Ich habe lange überlegt aber habe ihnen dann gesagt, dass ich doch auf eine familie mit jüngeren kindern hoffe. Hm... Die andere familie hat zwei kinder, 3 und 8, das wäre schon besser aber ich müsste mehr als 35 stunden arbeiten und das alte au pair würde irgendwie bis april bleiben?! Also bis jetzt keine richtige familie dabei. Mein dilemma ist, dass ich gerne ein kleinkind hätte und einen sprachkurs besuchen will; das kind müsste also schon in die kita gehen. Ich weiß jetzt nicht, ob das überhaupt geht oder ob ich eines von bidem streichen muss. In deutschland funktioniert das eigentlich :(. Ich hoffe, dass ich bald aus dieser krise rauskomme und mich wieder mehr meinem projekt hier zuwenden kann.
Heute war in der notaufnahme im gegensatz zu gestern gar nichts los, keine gebrochenen arme oder anderes. Was aber erschreckend war ist, dass einige patienten von gestern immernoch dasaßen und warten!! Wenigstens habe ich das system verstanden: man kommt hin, meldet sich an und wartet. Irgendwann wird man dann aufgerufen und es wird der blutdruck und so was gemessen. Danach darf man in den warteraum der klinik und wartet manchmal 24 stunden oder mehr... In der notaufnahme ist eigentlich mehr polizei als ärze unterwegs, damit man sich ja nicht vordrängelt und früher rankommt. Da kann wirklich niemand fremdes rein, alles wird bewacht. Hilfeee!  

Chaos totale

14Okt2013

So, neue woche, neues glück ;). Nein, das brauche ich im moment zum glück noch nicht. Diese woche bin ich in der notaufnahme, das ist schon was anderes als die nette bettenstation davor! Viel hektik, obwohl unser krankenhaus nicht so groß ist und wir deshalb nicht so krasse fälle bekommen. Drei gebrochene arme, die zurecht gerückt werden mussten. Hilfe! Mit schmerzmitteln haben die es hier nicht so. Wie gesagt, blut an sich macht mir nichts aus aber ich finde es schlimm zu sehen, wenn der patient furchtbare schmerzen hat. Heute war es ein paar mal so, dass ich mich draußen mal kurz hinsetzen musste. Das nervt!
Das wochenede war mal nicht so viel los, wir haben wäsche gewaschen und eingekauft. Nach unserem schockerlebis am donnestag abend war ich auch nicht so scharf, alleine rumzulaufen.
Wegen au pair habe ich vier gastfamilien vorgeschlagen, von denen aber noch keine richtig passt. Nähstes mal mehr!!

Im krankenhaus

10Okt2013

Sorry, ich muss schon wieder vom handy aus schreiben. Das nervt! Aber im haus ist immer stromausfall, wenn man den toaster in die steckdose steckt... Am montag war mein erster tag im krankenhaus! Wir wurden morgens in aller herrgott frühe dorthin gebracht und haben die anderen volontäre kennen gelernt, eine lustige truppe. Dann ging es auch schon zu sister therone, unserer vorgesetzten. Sie hat uns endlos viel zu hiv und anderen krankheiten berichtet, das thema ist also durchaus ernst zu nehmen, leider! Dann wurden wir alle auf verschiedene stationen eingeteilt, wir neuen erstmal auf normale bettenstationen. Später kommen noch op und notaufnahme dazu. Ich bin diese woche auf station g gewesen, da liegen so ziemlich die gesündesten leute :(. Naja, ist für den anfang auch ganz gut so. Das prinzip ist echt einfach: man stellt sich vor und versucht dann, so vielen ärzten wie möglich über die schulter zu schauen. Sowohl ärzte als auch patienten sind total offen und freundlich, man darf bei allem zuschauen und viele ärzte erklären, was sie grade warum gemacht haben. Insofern perfekt, man kann den ganzen tag zuschauen. Manchmal werden auch betten gemacht, da hilft man natürlich auch mit. Am patienten an sich dürfen wir nix machen aber das ist ja klar. Wir halten dann eben den verband oder so. Auf meiner station ist nicht so viel los wie bei den anderen aber ich mag die schwestern voll, es macht total spaß ;). Heute bin ich nicht da, mir gehts nicht so gut, liegt vielleicht am essen. Obwohl das hier echt nicht so krass wie erwartet ist.
Gestern waren wir mal wieder abends weg, war sehr lustig. Wir haben ja unseren fahrer, da kommen wir überall sicher hin. Mit der sicherheit ist das hier so eine sache: auf der einen seite wirkt alles total normal, auf der anderen seite wird man als weißes mädchen schnell mal von typen angemacht, die einen dann auch echt verfolgen. Schon der weg vom krankenhaus, fünf minuten zu fuß, kann deshalb etwas scary werden, wir gehen den nie alleine! Letztes wochenende waren wir auf einer party in einem township, ein absolut positives erlebnis!!! Drinnen waren aber definitiv keine leute aus dem township deshalb war drinnen alles sicher. Draußen auf der anderen straßenseite war dann aber richtiges township, da muss man höllisch aufpassen, weil wir sofort auffallen.
Alles in allem liebe ich land und leute, wirklich :).

Ah, das hätte ich fast vergessen: ich habe gestern in meinen mails zwei nachrichten von der au pair organisation gesehen, mit drei gastfamilienvorschlägen!!! Ich hätte ja nie gedacht, dass da so schnell was kommt. Leider kommt nur eine in frage, die anderen haben einfach zu alte kinder. Mal sehen wie es weiter geht, ich setze mich nachher mal ins internetcafé und drucke die sachen aus.
Liebe grüße aus der sonne

Endlich da!!!

05Okt2013

Die letzten tage waren ziemlich stressig, packen und so. Am montag bin ich abends in den flieger gestiegen und dienstag nachmittag bin ich endlich in kapstadt ausgestiegen. Die flüge waren total okay und entspannt. Komischerweise war ich überhaupt nicht aufgeregt, war wahrscheinlich die aufregung. Nur istanbul zum umsteigen war etwas verwirrend... Hier angekommen, sind wir mit anderen freiwilligen nach somerset west gefahren, einem vorort von kapstadt, wo unsere unterkunft ist. Auf dem kurzen weg sind wir schon an einigen townships vorbei gekommen, das ist schon ganz schön krass. Kein fließendes wasser, winzige wellblechhütten und keine straßen. Und das so nah an einer richtigen metropole. Unser haus is super und liegt in einem ruhigen und sicheren viertel. Man merkt, dass man nicht mehr in deutschland ist: alarmanlage, gitter vor dem fenster und so weiter. Aber das ist hier überall so. Wir haben kurz unseren coordinator getroffen und sind dann mit ihm einkaufen. Das kostet hier gar nichts. Dann haben wir uns in den zimmern eingerichtet. Es ist zwar nicht super ausgestattet aber das wäre hier auch nicht passend. Die leute sind super, wir sind so 15. Das haus is schön groß und hat einen tollen garten zum entspannen. Die nächsten tage war dann einführung und ein tag in kapstadt, alles supi.
Heimweh oder so was kommt gar nicht auf, weil wir die ganze zeit weg sind. Abends auch, da haben wir einen fahrer, weil man hier abenda auf keinen fall mehr raus kann.
Ich fühle mich hier super wohl, obwohl man hier echt alles in die hand nehmen muss. Aber genau das wollte ich ja.
Das nächste mal wirds etwas ausführlicher, ich schreibe halt von meinem handy.
P.s.: heute waren wir bei einem rugby spiel und sind mit dem zug hin, auch eine erfahrung. Es hatte bloß auf einmal keine 25 grad mehr...
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